






Im Herbst 2005 stellten wir fest das unsere Futtervorräte bald zu neige gehen würden. Wir werden es nicht über den Winter schaffen und die Kriegskasse (Tierschutzkasse) war auch leer. Es musste überlegt werden, wie der Missstand aus der Welt geschaffen werden konnte. Die Idee kam schnell, denn wir hatten noch eine Zuteilung aus der Jahresspende über einen Futtermittelhersteller in Norddeutschland offen.

Wir hätten also drei Paletten bestellen können, und für jede Palette € 100,- + MWSt. an Frachtkosten bezahlen müssen. Nicht gerade wenig für einen kleinen Verein der sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und nicht sehr üppigen Spenden finanziert.
Schnell kam dann die Frage auf: „Was wenn wir das Futter selber fahren?“. Gesagt getan, schnell telefoniert, ein wenig hin und her gefahren und schon gab es die große Lösung. Wir hatten eine Zugmaschine vom Hertz Truckcenter Hagen, einen Auflieger der Firma F&K Trailer Service GmbH Depot Essen, einen netten Fahrer und viel Motivation. Schnell sprach sich die Sache rum und es schlossen sich noch weitere umliegende Tierschutzvereine an, so das wir am Ende auf die stattliche Anzahl von 21 Paletten (ca. 20 Tonnen) kamen.
Am 05.01.06 startete der Zug Richtung Verden um das gespendete Futter abzuholen. Einen Tag vorher mussten wir allerdings feststellen das in unserer Vorbereitung leider die Tauschpaletten und Gurte zur Ladungssicherung übersehen wurden. Doch durch ein Gespräch mit der
Der Zug vor der Werkstatt
Spedition Schmidt-Gevelsberg / Schwelm wurde uns auch dort schnell und unbürokratisch geholfen, und die benötigten Lademittel zur Verfügung gestellt. Nun war alles an Bord und es konnte losgehen. Die Fahrt verlief unkompliziert und unser Fahrer kam, im Zeitplan liegend, pünktlich in Verden an.
Nachdem die richtige Ladestelle gefunden, der Papierkram geregelt und der Fahrer seinen Kaffee bekam, konnten die ersten 10 Futterpaletten geladen werden. Dann ging es nach etwas längerem durchfragen und zweimaligen verfahren zur zweiten Ladestelle.
Dort angekommen musste zunächst ein defekter Luftschlauch notdürftig geflickt werden, und dann ging wieder der Papierkrieg los und die restlichen Paletten wurden von einem sehr freundlichen Mitarbeiter von Masterfoods aufgeladen, so das unser Fahrer seine wohlverdiente Pause antreten konnte.
Jetzt konnte es nach Hause gehen, aber nein der Luftschlauch. Nein so ging es nicht. Glücklicherweise gibt es gegenüber eine MAN Service Station die den defekten Schlauch schnell durch ein intaktes Modell ersetzte. So jetzt aber nach Hause und so kam unser Fahrer, gar nicht mehr im Zeitplan fahrend, in Volmarstein an.

Freundlicher Weise hatten sich im Vorfeld, die Betreiber der Reithalle –Volmarstein, bereit erklärt uns auf ihrem Hof abladen zu lassen und mit ihrem entsprechenden Abladegerät dabei zu helfen. Schnell war der Zug abgeladen und die Ware für die verschiedenen Vereine kommissioniert und ein langer Tag ging zu Ende. Am Ende kann man sagen das dieser Transport, auch wenn es hier und da ein wenig unrund lief, sicherlich ein Erfolg war, der in der zweiten Jahreshälfte wiederholt werden könnte.
Unsere Logistik-Erfahrung hat mit diesem Transport und den kompletten Vorbereitungen, insgesamt waren einige Hürden zu überwinden, erheblich zugenommen.
Den Dieselkraftstoff, die Maut, die halbe Gebühr für die Zugmaschine,
den Aufleger erhielten wir auf Spendenbescheinigung, mußten wir auf die
Paletten umlegen, insgesamt aber immer noch ein sehr guter (kleiner) Preis für das Kg Futter.
Der Fahrer (Mitglied im TSV Gevelsberg) opferte eine Nacht und einen Tag seines Urlaubes für diesen Transport.
Der komplette Zug beim Abladen